AUTOR
Boris-André Meyer
Veröffentlicht am
13/05/2026
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Die Offene Linke Ansbach (OLA) fordert den Weiterbetrieb der Kinderstation „Wald“ in Ansbach. Aktuellen Berichten der Fränkischen Landeszeitung zufolge droht infolge des Verkaufs der Cnopf´schen Kinderklinik durch Diakoneo, die die Außenstelle „Wald“ betreibt, Ende des Jahres die Schließung. Damit wäre das westliche Mittelfranken von der stationären Versorgung der Kinder abgeschnitten. Dazu erklärt Boris-André Meyer, OLA-Sprecher im Ansbacher Stadtrat: „Der Erhalt der Kinderklinik gehört für Ansbach und die Region zum existenziellen Kern der Gesundheitsversorgung. Bei einer Schließung müssen Familien im dünn besiedelten Westmittelfranken sehr lange Wege auf sich nehmen, die oft unzumutbar sein können.“ Es gelte nun, die Zusammenarbeit zwischen ANregiomed und dem Klinikum Nürnberg zu vertiefen. Denn das Klinikum Nürnberg betreibe etwa auch eine Kinderstation in Neumarkt i. d. Oberpfalz, das ebenso groß wie Ansbach ist. Der Erhalt der medizinischen Versorgung für Kinder rechtfertige auch ein stärkeres finanzielles Engagement von ANregiomed. Vom Weiterbetrieb profitieren Stadt und Landkreis gleichermaßen, betont Meyer: „Der Kahlschlag bei Infrastruktur und Gesundheit im ländlichen Raum muss jetzt Einhalt geboten werden.“ Dass CSU und SPD im Bund jährlich weitere fünf Milliarden Euro bei den Krankenhäusern kürzen wollen, könnte auch Versuche für einen Weiterbetrieb der Kinderstation in Ansbach abwürgen. „Statt die Grundversorgung der Menschen zu zerschlagen, müssen die horrenden Rüstungsausgaben des Bundes endlich kritisch hinterfragt werden. Nur durch eine bessere Finanzausstattung können kommunale Kliniken ihren Auftrag der Daseinsvorsorge erfüllen.“